11. Juli 2020

Bikepark Viktoria 3/4 – Lünen punktet mit professionellem Konzept

Ehrlicherweise muss ich gestehen, dass wir den geplanten Bikepark auf der Halde Viktoria 3/4 im Lünener Stadtteil Gahmen bisher gar nicht auf dem Radar hatten. Als aber am letzten Wochenende in den sozialen Netzwerken zum Shape-Day aufgerufen wurden, wurde uns schnell klar: Das wird ein richtiger Kracher!

Der 9-jährige Ole ist bereits jetzt voller Vorfreude: Lünen statt Winterberg!
Der 9-jährige Ole ist bereits jetzt voller Vorfreude: Lünen statt Winterberg!

Denn im Rahmen der Statdteilentwicklung Soziale Stadt Lünen-Gahmen entstehen auf dem Haldenplateau ein amtlicher Pumptrack und eine Dirtline. Zusätzlich soll eine mehr als 500 Meter lange Trailabfahrt die Biker*innen aus Lünen und der Umgebung begeistern. Und das wird sicherlich gelingen, denn zum einen ist die Topografie der Halde optimal für dieses Vorhaben und zum anderen haben sich die Verantwortlichen der Stadt zur Umsetzung der Pläne Spezialisten an Bord geholt. Wer sich das Projektportfolio von Konrad Willar und seinem Team von pumptrack.de anschaut, der wird bereits heute vor Freude einen Bunny Hop machen. Da sind echte Profis am Werk, die bereits in zahlreichen Städten der Republik ihre Visitenkarte hinterlassen haben. Zusätzlich ist das Team der Landschaftsarchitekten von Freese am Start, die auch bereits für den RVR auf der Halde Hoheward gepunktet haben. Den umfangreichen Konzeptplan findet ihr hier.

Mehrere Zielgruppen im Fokus

Die Planung für die drei „Spielplätze“, die anders als Einzelmaßnahmen gleichzeitig mehrere Zielgruppen der Bikeszene ansprechen, begann 2017. Die offizielle Eröffnung ist noch für das Jahr 2020 geplant und umso wichtiger sind helfende Hände bei den freiwilligen Shape-Days. Nach dem Motto „No Dig – No Ride!“ kann die Community die Trailbauer vor Ort aktiv unterstützen, sich vernetzen und dabei noch einiges lernen.

Mittendrin statt nur dabei

Wenn man vor der großen Informationstafel an Fuße der Halde steht, dann wirkt die bloße Grafik eher unscheinbar. Aber sobald man oben vor der bereits vormodellierten Basis des Pumptracks steht oder dem Bagger beim Aufschütten der Dirtline-Sprünge zuschaut, reden wir nicht mehr von einem 08/15-Konzept. Und wenn man innerhalb von zwei Stunden die 30. Schubkarre mit Brechsand auf einem relativ kleinen Teilstück des Trails an die richtige Stelle geschoben und den Inhalt nach genauer Anweisung verteilt, dann gewinnt schnell die Zuversicht die Oberhand, dass sich hier bald in Kürze Anfänger und Profis die Klinke in die Hand geben. Und man erhält einen kleinen Einblick, welchen Aufwand der Bau und die Instandhaltung solcher Anlagen erfordert.

Zusätzliche Profiteure der Anlagen sollen die Schüler*innen der Käthe-Kollwitz-Gesamtschule werden, die nur einen Steinwurf von der Halde entfernt liegt. Schulleiter Reinhold Bauhus hat bereits 24 nagelneue Mountainbikes im Schulkeller stehen und freut sich auf die Fertigstellung des Areals. Scheinbar hat nicht nur unsere Schulministerin Frau Gebauer erkannt, dass Mountainbiken im Breitensport angekommen ist. Hoffentlich sehen wir dann Schülerinnen und Schüler aus Lünen bald auf dem Treppchen bei den NRW- oder Landesmeisterschaften der Schulen.

An dieser Stelle von uns bereits ein herzliches Dankeschön an die Stadt Lünen im Namen der Community. Scheinbar laufen hier die Dinge unkomplizierter als z.B. beim großen Nachbarn in Dortmund. Haftung? Versicherungspflicht? Bekommt man in Lünen scheinbar unbürokratisch geregelt. Bitte weiter so! Und bitte unbedingt nachmachen! Wir stellen gerne den Kontakt zu den Initiatoren her…

Weitere Impressionen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.